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Montag, Dienstag
und Donnerstag
15:00 – 17:30
und nach Vereinbarung
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Tipps für Eltern:
1. Ist Stillen für die Kiefer- und Zahnentwicklung wichtig?
Wenn möglich, sollten Sie Ihren Säugling stillen. Muttermilch
ist die beste Säuglingsnahrung. Der Körperkontakt beruhigt
das Kind gleichzeitig. Durch das Saugen werden Kiefer, Lippen, Zunge
und die übrige Kopf- und Halsmuskulatur gekräftigt und
erhalten die richtige ausgewogene Form und Stärke. Das Stillen
strengt Ihr Kind an, es wird müde und schläft zufrieden. Ohne
diese Anstrengung entwickelt sich die Zahn- und Kieferstellung
unregelmäßig; eine kieferorthopädische Behandlung ist
vorprogrammiert.
Falls Sie nicht stillen, sollten Sie keinesfalls das Loch im Sauger der
Flasche erweitern. Auch bei Flaschennahrung sollte sich Ihr Kind
während des Trinkens anstrengen müssen. Kieferformende Sauger
verwenden!
2. Wann soll man das Lutschen und Nuckeln abgewöhnen?
Das Lutschen am Daumen oder an den Fingern ist in den ersten 1
1/2 Lebensjahren völlig normal. Bis spätestens zum 4.
Lebensjahr sollte Ihr Kind nicht mehr lutschen oder Schnuller
gebrauchen, da die Kiefer so verformt werden können, daß es
zu Zahnstellungsfehlern kommt. Sollte sich Ihr Kind trotz viel Geduld
und Lob und "Ersatzbefriedigungen" das Lutschen oder Nuckeln nicht
abgewöhnen können, wenden Sie sich an Ihren Zahnarzt.
Falls Ihr Kind einen Schnuller nimmt, sollten Sie nur kiefergerecht geformte Sauger verwenden.
3. Ist Bauch- oder Rückenlage beim Schlafen für den Kiefer wichtig?
Es gibt sowohl Argumente für als auch gegen die reine Bauch-
und die reine Rückenlage beim Schlafen. Einseitiges Schlafen aber
ist für die Kopf-, Hals- und Kieferentwicklung Ihres Kindes
nachteilig.
4. Welche Aufgaben haben die Milchzähne, wie wichtig sind sie?
Die Milchzähne haben grundsätzlich die gleichen Aufgaben wie
die bleibenden Zähne: Sie dienen dem Abbeißen und
Zerkleinern der Nahrung, der Sprachbildung und haben zusätzlich
noch Platzhalterfunktion für das bleibende Gebiß. Die
Milchzähne bedürfen der gleichen intensiven Pflege und
Behandlung wie die nachfolgenden Zähne.
5. Wieviele Zähne hat das Milchgebiß?
Im Oberkiefer 10 Zähne und im Unterkiefer 10 Zähne,
aufgeteilt in Front- (oder Schneide-), Eck- und Seiten- (oder
Backen/Mahl-) Zähne.
6. Wann und wo erscheint der erste bleibende Zahn?
Zwischen dem 5. und 7 Lebensjahr brechen hinter den letzten
Milchbackenzähnen die ersten bleibenden Backenzähne durch.
Sie werden oft irrtümlich als Milchzähne angesehen. Die
Frontzähne wechseln normalerweise als erste Zähne.
7. Und wenn die Zähne schief oder verdreht herauswachsen?
Dieses Problem besprechen Sie am besten mit Ihrem Zahnarzt, da es
individuell unterschiedliche Entwicklungen und Konsequenzen gibt.
Häufig stellen sich die schiefen Zähne durch die
gegenläufigen Muskeln - vor allem Lippe und Zunge - regelrecht ein.
8. Was kann man durch Ernährung für die Zähne tun?
Die Ernährung ist für die Zähne in doppelter Hinsicht
wichtig. Einerseits werden den Zähnen während ihrer
Entwicklung über die Blutbahn die notwendigen Stoffe zur
Mineralisierung (Verkalkung) zugeführt. Andererseits wirkt die
Nahrung in der Mundhöhle direkt auf die Zähne ein.
Grundsätzlich sind alle naturbelassenen Produkte als Lebensmittel
zu bevorzugen: z. B. Frischobst, Vollkornbrot, Frischkornmüsli,
frische Salate, Nüsse, Eier, Milchprodukte wie Joghurt, Quark und
Käse. An Getränken sind stille Mineralwässer, Milch und
Tee aus Blüten oder Kräutern (lose oder aus Beuteln) den
Limonaden, der Cola und den gesüßten Babytees (perliert)
vorzuziehen. Allgemein gilt: Alle mit Zucker gesüßten
Speisen und Getränke schaden den Zähnen und der allgemeinen
Gesundheit, besonders wenn sie häufig und zwischendurch genommen
werden! Achten Sie vor allem auf den versteckten Zucker in
Kakaogetränkepulver, Nuß-Nougat-Creme, Gummibärchen,
Lakritz und Limonade, Fruchtsaftgetränken, Babytee, Hustensaft
usw.! Auf vielen Packungen ist ein Hinweis auf Zucker abgedruckt.
Vorsicht: Auch bei Glucose, Saccharose, Dextrose, Traubenzucker, Sirup,
Fruktose, Maltose, Lactose handelt es sich um Zucker! Honig und
Trockenfrüchte sind nicht nur klebrig, sondern auch sehr
zuckerhaltig (Zähneputzen!).
Süßwaren, auf deren Verpackung das abgebildete
"Zahnmännchen mit Schirm" zu sehen ist, sind zahnfreundlich und
deshalb als Alternative zu zuckerhaltigen Süßwaren zu
empfehlen.
9. Welche Rolle spielt das Fluorid für Zähne und Knochen?
Fluorid ist ein lebenswichtiges Spurenelement wie Eisen und Jod.
Fluorid sorgt für die normale Entwicklung des
Knochengerüstes, ist notwendig für den korrekten Ablauf der
Mineralisation der Zähne und für die Reifung des
Zahnschmelzes. Es ist normaler Bestandteil unseres Körpers. Wir
nehmen mit der Nahrung Fluorid auf, aber fast immer zu wenig. Daher
sollte die Fluoridmenge ergänzt werden. Fluoridiertes Speisesalz
und eine fluoridierte, dem Alter entsprechende Kinderzahnpasta haben
sich hierbei bewährt. Damit
kommt das Fluorid den Milchzähnen und den bleibenden Zähnen
zugute.
Dem Alter Ihres Kindes entsprechende Fluorid-Tabletten können alternativ zum fluoridierten Salz eingesetzt werden.
Bei besonderer Kariesgefährdung kann zusätzlich Fluorid-Lack
durch den Zahnarzt auf die Zahnoberfläche aufgetragen werden.
Direkte Fluoridanwendung an der Zahnoberfläche hemmt die
Entstehung von Karies und fördert die "Reparatur" beginnender
kariöser Schäden.
Die genaue Fluorid-Anamnese des Zahnarztes klärt, welche Form der
Fluoridgabe für Ihr Kind richtig ist. Ausreichende Fluoridzufuhr
schwächt zu ungefähr 50% den Kariesangriff: Sie leistet
keinen Schutz gegen Karies bei mangelnder Mundhygiene und falscher
Ernährung!
10. Wann beginnen Sie mit der Zahnpflege Ihres Kindes?
Sie sollten nach Erscheinen der ersten Zähne diese mit einem
Wattestäbchen oder Mulläppchen reinigen. Wenn Sie ein Vorbild
geben, beginnt Ihr Kind aufgrund seines Nachahmungstriebes mit ca. 1
bis 1 1/2 Jahren nach einer Zahnbürste zu verlangen. Reinigen Sie
nach jeder Mahlzeit die Zähne Ihres Kindes mit seiner
Kinderzahnbürste! Auch wenn Ihr Kind selbständiger wird,
müssen Sie vor- -oder nachsäubern. Erst mit ca. 6 Jahren ist
die Feinmotorik der Hände so weit entwickelt, daß alle
Zahnflächen selbständig ausreichend gesäubert werden
können. Sie müssen aber weiterhin regelmäßig die
Zahnpflege Ihres Kindes kontrollieren und ggf. nachputzen.
11. Wie sollen die Zahnpflegemittel beschaffen sein?
Zahnbürste:
Merkmale einer für Kleinkinder geeigneten Zahnbürste sind:
- der kindlichen Hand angepaßter kompakter Griff,
- kleiner, abgerundeter Bürstenkopf,
- Kunststoffborsten mit abgerundeten Borstenenden, die eine Ebene bilden,
- Borstenfeld: 2 - 3 Büschelreihen breit und 3 - 5 Büschelreihen lang.
Zahnpasta:
Benutzen Sie eine Kinderzahnpasta mit angepaßter Fluoridmenge.
Sie fördert die Schmelzreifung der durchgebrochenen Zähne.
Wichtiger als die Zahnpasta ist das Putzen an sich.
12. Nach welcher Putztechnik sollen die Zähne gepflegt werden?
Am besten vom Zahnfleisch zum Zahn hin, an allen Zahnflächen, zum
Schluß auf den Kauflächen: die sogenannte Rot-Weiß-
oder die Kreiselmethode für Kinder.
13. Wie häufig sollen die Zähne geputzt werden?
Nach jeder Mahlzeit, insbesondere nach dem Genuß von
zuckerhaltigen Süßigkeiten. Die gründliche Zahnpflege
vor dem Schlafengehen ist besonders wichtig.
14. Wie häufig soll ein Kontrollbesuch beim Zahnarzt sein?
In der Regel jedes halbe Jahr, ggf. - bei erhöhtem Kariesrisiko -
häufiger. Auch zur Überprüfung mit dem Schein vom
Jugendzahnarzt.
15. Wie kann ein Zahnarztbesuch vorbereitet werden?
a) Durch Rollenspiel mit Eltern und Geschwistern zu Hause: Zahnarzt, Zahnarzthelferin und Patient spielen!
Dabei kann bei Kindern im Vorschulalter die richtige Bezeichnung der
zahnärztlichen Behandlungsgeräte zum besseren
Verständnis mit den nachstehenden Umschreibungen verbunden werden:
z. B. Behandlungsstuhl wie Fahrstuhl / Liegesessel
Wasserabsauger wie Staubsauger
Speichelsauger wie Pfeife
Bohrer wie Brummi
Bohren wie Kribbeln / Kitzeln
Luftbläser wie Wind / Luft
Unterfüllung wie Creme
Füllungsmasse wie Paste
Begriffe wie Angst, Schmerzen, Spritze und Bohrer sollten vermieden werden.
b) Durch Rollenspiele im Kindergarten (z. B. mit einem zahnärztlichen Spielbehandlungsstuhl).
c) Durch Mitnahme zu Ihrem Zahnarztbesuch.
d) Durch Praxisbesuche mit dem Kindergarten.
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