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Tipps für werdende Mütter:

1. Gerade weil das Zahnfleisch auf bakterielle Zahnbeläge jetzt empfindlicher reagiert als sonst, die Mundhygiene besonders sorgfältig betreiben. Bei - hormonell bedingt - geschwollenem Zahnfleisch lieber keine harte, sondern eine weichere Zahnbürste benutzen.

2. Mindestens alle zwei Monate eine Kontrolluntersuchung beim Zahnarzt machen lassen: So können Veränderungen an Zähnen und Zahnfleisch rechtzeitig erkannt und oft mit geringem Aufwand behoben werden.

3. Wenn möglich, sich in diesen Monaten öfter als sonst eine professionelle Individualprophylaxe beim Zahnarzt gönnen, um versteckte und schwer erreichbare Zahnbeläge sorgfältig beseitigen zu lassen.

4. Schwangere, die erbrechen müssen, sollten nicht sofort danach ihre Zähne putzen: Der Zahnschmelz ist durch die Magensäure aufgerauht und empfindlich. Lieber den Mund mit Wasser spülen - und 20 Minuten bis zum Zähneputzen warten.

5. Bei zusätzlicher Aufnahme von Calcium beachten, daß sich Calcium und Fluorid-Ionen fest verbinden! Der Körper kommt an das für den Schutz der Zähne notwendige Fluorid deshalb nicht mehr so leicht heran. Calciumtabletten und Fluorid (in Mundspüllösungen, Zahnpasten, Tabletten) also nicht gleichzeitig anwenden!

6. Notwendige Zahnbehandlungen müssen auch in der Schwangerschaft durchgeführt werden - allerdings wenden die Zahnärzte in der Regel nur die notwendigsten und unproblematischsten Behandlungsverfahren an. Umfangreichere, nicht akut notwendige Behandlungen sollten sicherheitshalber auf die Zeit nach der Entbindung verschoben werden.

7. Gesunde Ernährung heißt nicht nur viel frische Vitamine und Mineralstoffe, sondern auch zahnschonende Ernährung: Möglichst wenig zuckerhaltige Lebensmittel! Wenn die Lust auf Schokolade groß ist: Süßes lieber auf einen Rutsch essen und nicht über den Tag verteilt (oder auf Süßwaren mit dem "Zahnmännchen" zurückgreifen - die sind zahnschonend!). Das gilt nicht nur für die werdende Mutter, sondern auch später für ihr Kind!

8. Karies ist eine Infektionskrankheit - das Kind erwirbt die kariesfördernden Bakterien (Mutans-Streptokokken) z.B. dann, wenn Eltern oder andere Betreuer das Milchfläschchen am Sauger vorkosten oder den Schnuller sauberlecken. In der Zahnarztpraxis erfährt man, wie man sich am besten verhält, um das Kind so lange wie möglich vor den zahnschädigenden Bakterien zu schützen.

9. Schon jetzt dran denken: Auf keinen Fall gezuckerten Tee, Fruchtsaft oder Milch mit Honig zum Dauernuckeln geben - besser sind selbstgemachte ungezuckerte Tees oder einfach abgekochtes Wasser. Erschreckend viele Kinder leiden an Nuckelflaschenkaries und haben anstelle weißer Milchzähnchen nur noch verfaulte braune Stummel im Mund!

10. Schon der erste Kinderzahn muß geputzt werden - am besten mit einem Wattestäbchen oder einem weichen Tuch.